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Soziales

    Eine Geschwisterinsel für

    „Joshuas Engelreich“

              Das                        Kinder-  und  Jugendhospiz in           Wilhelmshaven
                                                          braucht Ihre           Unterstützung

Unheilbar erkrankte Kinder,              werden die Familien auch                sich um Räumlichkeiten explizit für
        Jugendliche und junge Erwach­    vom Pädagogischen Team                  die Geschwister der erkrankten Kin­
        sene begleiten, ihnen und ihren  des Kinderhospizes – auch               der. „Wir möchten einen geschützten
 Familien Kraft schenken – das möchte    über den Aufenthalt hinaus.             Rückzugsort bieten, eine Insel schaf­
 das Angelika Reichelt Kinder- und       Das Haus bietet mit einem               fen und der Trauer und den Gefühlen
 Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“.      Musik- und Spielzimmer,                 Raum geben“, erklärt Geschäftsführe­
 Wenn bei einem jungen Menschen          einem Pflegebad, Multime­               rin Irene Müller. Karen Wauschkuhn,
 eine lebensverkürzende Krankheit        dia-, Snoezelen-, Kreativ-              Leiterin des Pädagogischen Teams,
 festgestellt wird, verändert sich das   und Bastelräumen sowie                  ergänzt: „Natürlich werden die Kinder
 Leben der ganzen Familie. Auf ein­      einem Garten mit Ruheinseln             in der Geschwisterinsel pädagogisch
 mal tauchen viele Fragen und Ängste     viele Rückzugsmöglichkei­               begleitet. Wir möchten emotionale
 auf, der Alltag steht Kopf und viele    ten. Ein Wattmobil lädt die
 Menschen fühlen sich unglaublich        Familien dazu ein, Ausflüge
 hilflos. Alles dreht sich um das er­    ans Meer zu machen. So­
 krankte Kind, das rund um die Uhr       fern ein junger Mensch im
 individuell gepflegt, betreut und       Kinderhospiz verstorben ist,
 gefördert werden muss. Eine aufwen­     können sich die Zugehörigen
 dige palliativmedizinische und pfle­    im Abschiedsraum von ihm
 gerische Versorgung und Betreuung       verabschieden. Für Ge­
 des jungen Menschen bestimmen           schwister im schulpflichtigen
 bei vielen Familien jetzt den Alltag.   Alter bietet „Joshuas Engel­
 „Joshuas Engelreich“, in Trägerschaft   reich“ eine Kooperation mit
 der mission:lebenshaus gGmbH, einer     örtlichen Schulen an. Da die
 Tochtergesellschaft des Vereins für     Kranken- und Pflegekassen
 Innere Mission in Bremen, möchte den    nur einen Teil der anfallen­
 jungen Menschen und ihren Familien      den Kosten übernehmen, muss ein
 in dieser schweren Zeit beistehen und   Großteil für den Betrieb des Hospizes
 ihnen die Möglichkeit geben, Kraft zu   aus Spenden aufgebracht werden.
 tanken und einmal durchzuatmen. Das     Aus Erfahrung wissen die Mitarbei­
 Haus, das im Jahr 2014 eröffnet wurde,  tenden, dass das Hospiz auch für die
 hat Platz für acht junge Menschen vom   Geschwister ein wichtiger Ort ist. Auf
 Säuglingsalter bis 27 Jahre. Da „Jos­   dem Gelände von „Joshuas Engelreich“
 huas Engelreich“ die ganze Familie im   wird dank umfangreicher Spenden
 Blick hat, stehen für die Zugehörigen   eine „Geschwisterinsel“ entstehen.
 eigene Appartements bereit. Begleitet   Bei der „Geschwisterinsel“ handelt es

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